Die gelehrten Frauen

(Molière)

Aus der Wühlmaus:

Genau dieser Satz war im Großen Saal der Alten Mensa mehrfach zu hören. Frauen zurück an den Herd? Wohl kaum! Nein, die Theater AG "ACademic Theatre" führte im Dezember und im Januar Die gelehrten Frauen von Molière auf. An der Frage, wo denn nun der Platz der Frau ist, scheiden sich hier die Geister.

Im Mittelpunkt steht die gutbürgerliche Familie des Chrysale (Gunter Semmler). Seine Tochter Henriette (Christiane Baier) will Clitandre (Stephan Matos Camacho) heiraten. Allerdings lehnt ihre dominante Mutter Philaminte (Tina Ehlig), die sich ganz der Wissenschaft verschrieben hat, den bodenständigen Kandidaten ab. Ihrem Wunsch gemäß soll sich Henriette mit dem Dichter und Literaten Trissotin (Alexander Scheer) verloben. Allerdings ist dieser, ganz klassisch, nur hinter dem Geld her, das es zu erben gibt. Die Frage nach dem richtigen Schwiegersohn spaltet die Familie. Während Philaminte sich der Unterstützung ihrer Tochter Armande (Kathrin Niemitz) und ihrer Schwägerin Belisé (Denise Langheinrich) sicher sein kann, bekommt Chrysale dringend benötigten Beistand von seinem Bruder Ariste (Stefan Schafföner) und der Köchin Martiné (Kay Jachmann). Natürlich gibt es ein glückliches Ende. Der Mitgiftjäger wird entlarvt und der Familienfrieden ist wieder hergestellt. In weiteren Rollen waren zu sehen Jörg Dreier und Christoph Lenz.

Obwohl das Stück bereits 1672 uraufgeführt wurde, sind die darinauf geworfenen Fragen nach Emanzipation und Wissenschaftskritik auch heute noch aktuell und machen unter anderem den Reiz dieser Komödie aus.

Insgesamt 160 Zuschauer haben sich in einer der beiden Aufführungen von der Charakterkomik, dem sprachlichen Witz und natürlich den schaupielerischen Leistungen überzeugen können. Die Theater AG bedankt sich bei allen Gästen. Wir sind hoch erfreut über die positive Resonanz, die unsere Aufführungen bekamen./

Ein ganz besonders herzlicher Dank gilt auch unseren fleißigen Helfern: Stefan Heitz, Andrea Nagel, Sabrina Hahn, Kristin Preuß, Rick Schumann und Sebastian Lohse. Auch bei der Univerwaltung, dem Medienzentrum und beim Studentenwerk möchten wir uns für die freundliche Unterstützung bedanken.

Im nächsten Semester werden wir dann zurück sein mit neuem Stoff im Repertoire. Wir freuen uns schon darauf, wieder zahlreiche Gäste begrüßen zu dürfen.